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Natürlich besser

Naturheilmittel und mehr

Über uns

Obwohl unser Körper genial geschaffen wurde, kommen Beschwerden und Krankheiten immer wieder vor. Zusammen mit unseren Patientinnen und Patienten erleben wir, dass unser Organismus eine starke Tendenz hin zur Selbstheilung besitzt. Dieses geschaffene «Reparaturprogramm» kann jedoch durch unsere Lebensweise, Ernährung, Genuss- und Suchtmittel oder gar Medikamente, behindert werden. Wir verstehen unsere Arbeit in der Naturheilpraxis darin, dass wir zusammen mit unseren Patientinnen und Patienten nach solchen Hindernissen suchen. Beispielsweise eine gestörte Darmfunktion aufgrund von Stress, falscher Ernährung, mangelnder Bewegung oder medikamentöser Einflüsse können wir dann durch die Korrektur der entsprechenden «Hindernisse» angehen.

Natürlich verwenden wir neben der aktiven Beteiligung der Patientinnen und Patienten, viele Heilmittel aus der Natur, um dieses Ziel zu erreichen. Konkret arbeiten wir mit der Pflanzenheilkunde (Phytoarzneimittel), der Vitalstofftherapie (Orthomolekulare Therapie) oder den ausleitenden Therapieformen wie Schröpf-, Egeltherapie oder dem Baunscheidtieren. Bereits seit mehreren Jahren haben wir die natürliche Hormonregulation, die Myoreflextherapie, die Faszienbehandlung, sowie zahlreiche weitere manuelle Behandlungsmethoden in unser Therapiekonzept mit einbezogen.

Aus der langen Erfahrung haben wir gelernt, dass ein krankhafter Zustand nicht nur eine Ursache hat, sondern derer viele. Das therapeutische Vorgehen verläuft aus diesem Grund nicht nur mit einer Massnahme, sondern beinhaltet mehrere Behandlungsschritte. Dort wo die Ziele erreicht wurden, werden die Anstrengungen nicht eingestellt, sondern von unseren Patientinnen und Patienten weitergeführt. Schlussendlich ist jeder von uns in der Lage auf eine gesunde Ernährung, ein ausreichendes Bewegungsprogramm und auf ein tolerierbares Mass an Stress zu achten. Um diese Ziele zu erreichen möchten wir Ihnen Hand bieten.

«DIE KUNST ZU HEILEN KANN VIELE LEIDEN LINDERN,
DOCH SCHÖNER IST DIE KUNST, DIE ES VERSTEHT,
DIE KRANKHEIT AM ENTSTEHEN SCHON ZU HINDERN.»

Max von Pettenkofer

Das Team

Peter Hämmerle
Peter Hämmerle

Geschäftsführer
Physiotherapeut HF
Naturheilpraktiker

Hanspeter Horsch
Hanspeter Horsch

Drogist HF
Naturheilpraktiker

Vera Knechtle
Vera Knechtle

Drogistin
Administation
Beratung
Verkauf

Margit Horsch
Margit Horsch

Kaufm. Angestellte
Buchhaltung
Konfektionierung

Fueller
Franziska Kling

Drogistin
Beratung
Verkauf

Susanne Specker
Susanne Specker

Labormitarbeiterin
Fabrikation Heilmittel

Denise Weder
Denise Weder

Drogistin
Beratung
Verkauf

Flurina Lambauer
Flurina Lambauer

Drogistin
Beratung
Verkauf

Chancen und Grenzen der Naturheilkunde

Die Zustände in der heutigen Pharma orientierten Medizin rufen Bedürfnisse nach einer menschlicheren Medizin wach. Der Mensch möchte nicht als funktionelle Einheit (sprich Maschine) angesehen werden. Wir betrachten den Menschen als Ganzes in seinem sozialen Umfeld. Medizinische Diagnosen möchten wir mit dem Patienten im Zusammenhang seiner Gesamtsituation beleuchten.

Die Grenzen der Naturheilkunde sind dort erreicht oder müssen zwingend mit schulmedizinischen Interventionen einhergehen, wo:

  • operative Massnahmen notwendig sind,
  • nach angemessener Frist und naturheilkundlicher Behandlung kein Wiedereinsetzen der Regulationsfähigkeit, kein Zurückgehen der Krankheitszeichen und keine Verbesserung des Wohlbefindens festzustellen ist,
  • zur Abwendung von Lebensgefahr oder dauerhafter Schädigung (auch psychisch-geistiger Art) eine sofortige akutmedizinische Aktion erfolgen muss.

Weitere Grenzen setzen wir durch unseren Standpunkt als Christen. Wir haben vor vielen Jahren Gottes Erlösungsangebot in Jesus Christus angenommen und setzen dort die Grenzen, wo Gottes Wort uns diese aufzeigt. Wenn durch eine Pflanze, tote Materie oder gar einen Menschen «positive Heilenergie» ausgesendet wird, um eine übergeordnete Lebenskraft zu spenden, die den Menschen in Körper, Seele und Geist heil macht, gehen wir auf Distanz. Nur Jesus Christus vermag den Menschen von seinem gestörten seelisch-geistigen «Gleichgewicht» zu heilen. Grundlage der Erlösung durch Jesus Christus ist sein stellvertretender Tod am Kreuz und seine Auferstehung. Alle Methoden oder Techniken, die versprechen das seelisch-geistige «Gleichgewicht» herzustellen, werden vom Wort Gottes als Irrlehre abgelehnt (Galaterbrief Kapitel 1).

Behandlungsmethoden

Manuelle Therapieformen

Sie dienen weitgehend dazu:

  • eine gestörte Gelenkmechanik wieder herzustellen. An sämtlichen peripheren Gelenke, der Wirbelsäule und der Rippengelenke.
  • schmerzhafte Bewegungseinschränkungen wieder zu normalisieren.
  • überbewegliche oder instabile Gelenke besser zu kontrollieren und stabilisieren.
  • Haltungsschwächen und «Körperfehlhaltungen» auszugleichen und in den Alltag zu integrieren.
  • einerseits eine bessere Wahrnehmung für den eigenen Körper mit seinen Stärken und Schwächen zu entwickeln, und andererseits einen bewussten, aktiven und eigenverantwortungsvollen Umgang zu kultivieren.

Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine spezielle Massagetechnik, mit der Lymphstauungen im Gewebe beseitigt werden können.

Das Lymphgefässsystem des Körpers hat die Aufgabe, die Flüssigkeit (Lymphe) aus dem Gewebe aufzunehmen und in die Blutgefässe abzuleiten. Eine gestörte Funktionsfähigkeit dieses Drainagesystems zum Beispiel infolge von Verletzungen oder nach Operationen kann zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen führen. Als Folge davon können Schwellungen (Ödeme) entstehen. Die manuelle Lymphdrainage ist eine entstauende Massnahme, mit deren Hilfe die Motorik der Lymphgefässe angeregt und damit der Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit erleichtert werden soll. Darüber hinaus hat die Lymphdrainage eine stark entspannende und beruhigende Wirkung, gleicht somit das vegetative Nervensystem nachhaltig aus und sie regt das Immunsystem an.

Anwendungsbereiche:

  • Chronische Schmerzzustände die oft als Unfallfolge hartnäckig bestehen bleiben, wie dies allzu oft und exemplarisch beim Schleudertrauma und zahlreichen Wirbelsäulensyndromen zu beobachten ist.
  • Akute und chronische Kopfschmerzen, Migräne.
  • Diverse Stresssymptome, begleitend bei burn-out
  • Traumata wie z.B. Prellungen und Zerrungen die meist mit einer Schwellung, Funktionsverlust und Schmerzen einhergehen.
  • Schwellungen (Ödeme) infolge von Verletzungen oder nach Operationen. Je nach Schweregrad erfordert dies eine zusätzliche Kompressionsbestrumpfung. Die dafür notwendige Materialbeschaffung geschieht eigenverantwortlich durch die Patientin, den Patienten.

Präzise und punktgenau werden mittels steriler Einwegnadel, aus einer hypoallergenen Edelstahllegierung, myofasziale Triggerpunkte behandelt. Das sind schmerzhafte und tastbare «Knoten» im Muskel-/Fasziengewebe. Ergänzt wird das Dry Needling durch spezifische Faszien- und Muskeldehnungstechniken, die Beseitigung oder Reduktion von Stoffwechsel bedingten Störungen/Reizungen/latenter Übersäuerung sowie aktive Stabilisations- und Kräftigungsübungen. Das Erlernen einer bewussten Körperhaltung und Arbeitsplatzergonomie sind ergänzende Aspekte.

Sie findet dann Anwendung, sobald innere Organe durch Verklebungen, oder durch erhöhte Gewebespannung an Beweglichkeit verlieren. Dies kann sich in den unterschiedlichsten Symptomen äussern. Oft werden Verdauungsprobleme, Rückenschmerzen, Unwohlsein, Durchblutungsstörungen oder Atemprobleme beobachtet.

Grundlage der Reflexzonentherapie ist die Vorstellung, dass sich der Körper in seiner Gesamtheit jeweils in einzelnen Körperteilen spiegelt: So lässt sich beispielsweise die Oberfläche des Fusses in zahlreiche Zonen einteilen, die jeweils ein Organ oder eine bestimmte Körperregion repräsentieren. Diese Zonen werden als Reflexzonen bezeichnet. Zwischen einer Reflexzone und dem dazugehörigen Organ besteht eine enge Verbindung: Kommt es in einem Organ zu einer Funktionsstörung oder einer krankhaften Veränderung, so stellt dies für die korrespondierende Reflexzone einen Reiz dar, den sie mit einer bestimmten Reaktion beantwortet. Diese «Antwort» kann sich in Form von Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit oder durch Auffälligkeiten im Gewebe oder in der Durchblutung der jeweiligen Reflexzone äussern. Die Reflexzonentherapie macht sich diese Verbindungen zwischen inneren Organen und Hautzonen zu Nutze: Mit speziellen Grifftechniken werden die betroffenen Reflexzonen gezielt behandelt, um dadurch die korrespondierenden Körperregionen und Körperfunktionen positiv zu beeinflussen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.


Hinsichtlich der Wirkungsweise der Reflexzonentherapie gibt es mehrere Theorien. So wird beispielsweise angenommen:

  • dass die Reflexzonen über Nervenverbindungen – sie werden oft auch als sogenannte «Energiebahnen» (1) bezeichnet – mit den Organen in Verbindung stehen
  • oder dass die Reizleitung über die extrazelluläre Matrix (2) erfolgt.

1) Wir erklären uns die Bezeichnung der sogenannten «Energiebahnen» folgendermassen:

Damit Organe ihre zugeteilte Funktion erfüllen können, sind sie einerseits auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr angewiesen, welche durch die Durchblutung gewährleistet wird. Dieser Durchblutungsfluss bringt alle wichtigen Nährstoffe, inklusive des am Hämoglobin gebundenen Sauerstoffs sowie auch Eisen, zum jeweiligen Zielorgan. Somit ist die substanzielle Energieversorgung für das jeweilige Organ sichergestellt. Ein weiterer Aspekt der Energieversorgung stellt die elektrische (energetische) Spannung dar, die einerseits durch den Blutfluss entstehende Induktion (Eisen, Nervenfasern) erfolgt, und die andererseits durch die elektrische Spannung innerhalb jeder Zelle vorhanden ist.

Auf der anderen Seite können die Organe ihre Funktion nur dann langfristig und zuverlässig erfüllen, solange auch der Abtransport ihrer Stoffwechselendprodukte gewährleistet ist. Dies bewahrt die Organe letztendlich vor einer Anreicherung mit Toxinen/Schlackestoffe o.ä. was zur Folge hätte, dass die Organe belastet und in ihrer Funktion geschwächt würden.

2) Die extrazelluläre Matrix wird auch als Gewebematrix, Grundsubstanz oder „Pischinger-Raum“ bezeichnet. Diese Matrix besteht aus den unterschiedlichen Zellen, der strukturierten Zwischenzellsubstanz, den Nervenenden, die offenen Lymphbahnen, sowie die Endstrombahn (Blutkapillaren) des menschlichen Gefässsystems.

Dr. Alfred Pischinger (1899-1983) war österreichischer Arzt und konnte mit seinen Studien und Theorien das aufzeigen, was viele bis dahin wussten, aber nicht exakt formulieren konnten. Er belegte, dass der Körper aus vielen biologischen Systemen besteht, die miteinander vernetzt sind. Zwischen diesen Systemen besteht ein ständiger Austausch von Informationen in Form von «Energie».

Die Zufuhr einer bestimmten «Energie» – egal ob durch Medikamente, Naturheilmittel, Wärme oder Strahlung – wirkt demnach nicht nur an einer bestimmten Stelle, sondern deren Information breitet sich buchstäblich blitzschnell im gesamten Organismus aus.

Das wichtigste Medium für diese Informationsausbreitung innerhalb der Systeme ist nach A. Pischinger die extrazelluläre Flüssigkeit im Bindegewebe, respektive im «Pischinger-Raum».

Somit lässt sich folgendes festhalten: Die extrazelluläre Matrix, Gewebematrix, Grundsubstanz oder «Pischinger-Raum» ist das zentrale Regulationsorgan des menschlichen Organismus:  einerseits beeinflusst der Zustand dieses Gewebes sämtliche Körperzellen und deren Funktion. Andererseits wirken sämtliche Körperzellen und deren Funktion auf dieses Gewebe ein.

Das bedeutet, dass ein gestörtes Gewebe – beispielsweise hervorgerufen durch Entzündungen, Vernarbungen, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, hormonelle Störungen, Intoxikation durch Metalle, Farbpigmente durch Tattoo, Adjuvantien (problematische Begleitstoffe) aus Impfstoffen etc. – einen schwächenden, respektive krankmachenden Einfluss auf sämtliche Körperzellen und deren Funktion hat. Umgekehrt üben krankhaft veränderte Körperzellen einen krankhaften Einfluss auf dieses Gewebe aus und belasten es.

Das Wissen um diese komplexen Regelkreisläufe und Rückkoppelungseffekte erfordert ein ganzheitlich orientiertes, konzeptionelles therapeutisches Vorgehen.
Siehe unter: 

Das konstruktive Mitwirken von Seiten der Patientin und des Patienten sind wichtige Ressourcen, die für den mittel- bis längerfristigen Behandlungserfolg unumgänglich sind.

Es existieren mehrere verschiedene Reflexzonensysteme:

  • Die sogenannten Dermatome oder Head’sche Zonen, die nach dem englischen Neurologen Sir Henry Head benannt wurden. Dermatome sind Hautareale, die jeweils von einem Rückenmarksnerven innerviert werden und über Nervenverbindungen mit bestimmten Körperorganen verbunden sind.
  • Das Körperzonenraster von William Fitzgerald, das den Körper in zehn Längszonen und drei waagrechte Zonen aufteilt.
  • Eunice Ingham entwickelte die Vorstellung, dass sich jede Körperzone in einem bestimmten Areal oder Reflexpunkt auf den Fusssohlen widerspiegelt.
  • Körperreflexzonen am Rücken oder am Bauch nach Jochen M. Gleditsch, Johann Abele oder Ann Lett.
  • Sogenannte Mikrosysteme, zum Beispiel am Schädel nach Toshikatsu Yamamoto.
  • Modelle für myofasziale Schmerz- oder Reflexpunkte wie die Tenderpoints nach Lawrence H. Jones, segmentale Irritationspunkte nach Karl Sell oder neurolymphatische Reflexpunkte nach Frank Chapman.
  • Weitere Reflexzonensysteme bedienen sich der Hände, der Ohren oder des Gesichts.

Die Myoreflextherapie ist eine manuelle Regulationstherapie. Die Behandlung erfolgt am muskulären (myos) System des Bewegungsapparates. Gleichzeitig bietet sie Zugriff auf alle Körperfunktionen und Organe.

Bei der Myoreflextherapie werden in erster Linie Muskelansätze behandelt. Nach einem Funktions- und Tastbefund wird über Druckpunktstimulation an ganz bestimmten Regulationspunkten der Muskulatur ein Reiz gesetzt. Dieser wird an das Gehirn weitergeleitet. Von dort aus wird das Spannungsmuster der jeweiligen Muskulatur reflektorisch reguliert. Verändern und regulieren sich die muskulären Arbeits- und Bewegungsmuster, können die Beschwerdebilder abklingen, Gelenke und Weichteilstrukturen erfahren eine Entlastung und selbst chronisch degenerativ fortschreitende Veränderungen werden aufgehalten und regenerieren.

Unter dem Begriff «Massage»versteht man eine mechanische, meist manuelle, Beeinflussung der Haut, des tieferliegenden Gewebes und der Muskulatur. Die klassische Massage ist die am häufigsten angewendete Form der Massage und wird überwiegend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt.

Bei der klassischen Massage werden mit den Händen Druck- und Zugreize auf Gewebe und Muskeln ausgeübt. Die Berührungen haben zum einen eine direkte körperliche Wirkung, in dem sie verkrampfte Muskulatur dehnen und entspannen, die lokale Durchblutung steigern und den Zellstoffwechsel anregen. Dadurch werden auch Schmerzen, die durch Verspannungen entstehen, beseitigt. Zum anderen lässt sich dadurch beispielsweise ein überreiztes vegetatives Nervensystem kurz- bis mittelfristig beruhigen und harmonisieren. Die Massage übt einen positiven Einfluss auf den Herzschlag (Pulsfrequenz), den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung aus und fördert so die Entspannung und das Wohlbefinden.

Bei der Atemtherapie soll eine bewusste Wahrnehmung der Atmung zu einer verbesserten Atemfunktion und somit zu einer besseren Versorgung des Körpers mit Sauerstoff führen. Dies ist besonders wichtig, wenn es darum geht, einerseits die Belüftung des Lungengewebes gezielt zu verbessern um den Gasaustausch zu optimieren und andererseits zur Sekretmobilisation. In folgenden Situationen ist die Atemtherapie angezeigt:

  • chronische Lungenerkrankungen: COPD (chron. obstruktive Lungenkrankheit), Asthma bronchiale, Lungenemphysem, Lungenatelektasen etc.
  • akute Lungenerkrankungen: Pneumonie (Lungenentzündung) und Bronchitis
  • postoperativ nach sämtlichen Eingriffen im Bereich des Brustkorbes: z.B. nach Herzoperationen wie Stent, Herz-Katheter, Herz-Schrittmacher, sämtliche Operationen im Bauchraum wie Magen-OP, Gallenblasenentfernung, Blinddarm-OP, div. Darm- oder Unterleibs-OP
  • nach stumpfen Traumatas: z.B. Prellungen, Quetschungen im Bereich des Brustkorbes oder der Wirbelsäule. Rippen- oder Wirbelprellungen, Rippen- oder Wirbelfrakturen etc.
  • bei sämtlichen Stress- oder Angsterkrankungen, sowie auch Burnout, Erschöpfung, Depressionen etc.

Die Atmung ist eine der Grundfunktionen des Lebens und als solche eng mit allen Vorgängen im Organismus verknüpft, denn bei jedem Atemzug verändert sich die Stellung des Zwerchfells und somit auch der inneren Organe im Bauchraum. Geistige Regungen, Gefühle und körperliche Veränderungen haben Auswirkungen auf die Atmung und spiegeln sich im Atemverhalten wieder. Stress, Bewegungsmangel oder Fehlhaltungen können beispielsweise dazu beitragen, dass es einem «den Atem verschlägt»: Der Atem fliesst dann nicht mehr mühelos, sondern wird kurz, flach oder stockend. Wenn es immer wieder und über längere Zeit zu derartigen Atemstörungen kommt, verringert sich dadurch das natürliche Atempotenzial und Körper und Gehirn werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Als Folge davon entstehen Verspannungen, Blockaden und Erschöpfungszustände im körperlichen, geistigen und seelischen Bereich. In der westlichen Zivilisation ist das Phänomen des flachen, kurzen Atmens sehr verbreitet.

Ziel der atemtherapeutischen Arbeit ist es, den natürlichen Atemrhythmus wiederzufinden und eine ausgeglichene Körperspannung herzustellen. Voraussetzung dafür ist eine gute Koordination des Atemsystems und das bewusste Wahrnehmen und Empfinden der drei Phasen der Atmung:

  • Ausatmen
  • Einatmen
  • Atempause

Daraus entwickelt sich ein gesteigertes Bewusstsein für das Atemverhalten und das Zusammenspiel von körperlichen, geistigen und seelischen Vorgängen. Zusätzlich fördert die Atemtherapie eine meist direkt wahrnehmbare Harmonisierung des vegetativen Nervensystems.

Ab- und Ausleitungsverfahren

Schröpfen ist eine Hautreiztherapie. Der Therapeut setzt einen Hohlkörper (Schröpfglas) auf bestimmte Hautgebiete und erzeugt darin einen Unterdruck. Dadurch wird das darunter liegende Gewebe in den Hohlraum eingezogen. Durch die Sogwirkung kommt es zu einem Austritt von Blut und Lymphflüssigkeit in das Gewebe, das unter der Haut liegt (trockenes Schröpfen). Dies fördert nicht nur die lokale Durchblutung, sondern auch die Durchblutung der inneren Organe, die mit den behandelten Hautsegmenten reflektorisch verbunden sind. Darüber hinaus regt Schröpfen den Stoffwechsel an, beseitigt Muskelverspannungen, Gelosen und aktiviert das Immunsystem.

Zudem macht man sich das Prinzip der Reflexzonen zu Nutze: Verschiedene Hautbereiche, sogenannte Head-Zonen, sind über Nervenbahnen mit bestimmten inneren Organen verbunden. Aufgrund dieser Nervenverbindungen können Störungen eines inneren Organs reflexartig Schmerzen oder Veränderungen (Überempfindlichkeit, Eindellungen, Quellungen) in dem zugehörigen Hautareal und dem darunter liegenden Bindegewebe auslösen. Diese Verbindung nutzt man bei den Reiz- oder Reflextherapien in umgekehrter Richtung: Übt man mechanisch oder mit Wärme oder Medikamenten einen Reiz auf ein bestimmtes Hautgebiet aus, so beeinflusst man auf diese Weise auch das mit diesem Hautbereich verbundene erkrankte Organ.

Beim blutigen Schröpfen wird zusätzlich Blut und darin enthaltene Schadstoffe (Stoffwechselendprodukte, Toxine, Schärfen) nach aussen über die Haut abgeleitet. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden kräftig angeregt, was zu einer umgehenden Verbesserung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im gesamten Organismus führt.

Bei der Schröpfkopfmassage kommen unter Zuhilfenahme eines Pflanzenöles die Schröpfgläser gleitend zum Einsatz.

Mit der Schröpftherapie können sowohl akute, wie auch chronische Leiden positiv beeinflusst werden. Welche Technik idealerweise zum Einsatz kommt ist abhängig vom jeweiligen naturheilkundlichen Befund und der vorherrschenden Beschwerden.

Mit einem speziellen Gerät werden genau definierte Hautareale leicht verletzt und mit einem reizenden Öl bestrichen. Die entstehenden Quaddeln aktivieren den Lymphstrom und das Immunsystem. Der Anwendungsbereich des Baunscheidtierens ist sehr gross. Vor allem zählen rheumatische Erkrankungen und die Stärkung des Immunsystems zu den Anwendungsgebieten.

Das Baunscheidtieren ist auch eine Reiztherapie und bedient sich des gleichen Prinzips der Reflexzonen, wie es unter der Methode «Schröpfen» beschrieben ist.

Beim Baunscheidtieren wird durch die Reizung der Haut sowohl die lokale Durchblutung angeregt als auch die Durchblutung der inneren Organe, die mit den behandelten Hautsegmenten reflektorisch verbunden sind. Dadurch sollen Schmerzen gelindert, die inneren Organe gestärkt und «Säftedyskrasien» behoben werden. Darüber hinaus zielen die Behandlungen auf eine Anregung des Immunsystems und eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers ab.

Mit Hilfe von lebenden Blutegeln werden dem Körper, ähnlich wie ein Aderlass, kleine Mengen Blut entnommen. Dadurch werden schädliche Substanzen aus dem Körper ausgeleitet und lokale Blut- und Lymphstauungen beseitigt.

Während des Saugens gibt der Egel über seinen Speichel zahlreiche Substanzen in die Wunde ab wie zum Beispiel Hirudin, welches die Blutgerinnung hemmt, und Eglin, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Andere Wirkstoffe haben gefässerweiternde, durchblutungsfördernde und entkrampfende Eigenschaften.

Der Biss des Tieres wirkt ausserdem als unspezifischer Reiz, der über Reflexzonen der Haut auch innere Organe und andere Körperregionen positiv beeinflusst.

Hämatome (blaue Flecken), Venenstauungen (Varizen), Entzündungen, Arthrosen, sowie «Säftedyskrasien» können mit der Egelbehandlung angegangen werden.

Wie alle ausleitenden Verfahren basiert auch die Blutegel-Therapie auf der «Säftelehre» (Humorallehre) von Hippokrates. Gemäss dieser Lehre werden alle Körperfunktionen von den vier Säften Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle gesteuert. Die Ausgewogenheit der vier Säfte (=Eukrasie) ist die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit. Krankheiten entstehen aufgrund einer falschen Mischung der vier Körpersäfte (=Dyskrasie). Dieses Ungleichgewicht kann beseitigt werden, indem man überflüssige Säfte und schädliche Stoffe (Stoffwechselendprodukte, Toxine, Schärfen) nach aussen ableitet. Dies geschieht bei der Blutegel-Therapie mit Hilfe der Blutegel.

Bei dieser Methode werden die Schleimhäute und Lymphknoten des Nasen-Rachenraumes abgesaugt und stimuliert. Dadurch werden unterschwellige Entzündungsherde (auf den Mandeln) entfernt und die Aktivität der Schleimhäute angeregt. Die nachfolgende Anregung des Immunsystems und der Sekretion führen zum Abklingen von Entzündungsherden. Rheuma, Asthma, Migräne, Neuralgien sind nur einige der vielen Indikationen der Röder-Behandlung.

Arzneimitteltherapie

Wir verwenden nicht nur die isolierten Wirkstoffe, sondern ganze Pflanzen und ihre Teile wie Blätter, Wurzeln, Blüten, Samen und Rinde. Der Hauptwirkstoff bestimmt das medizinische Einsatzgebiet, die gesamte Wirkung beruht aber auf dem Wechselspiel vieler verschiedener Bestandteile.

Der Wirkstoffgehalt einer Heilpflanze hängt auch von der Jahreszeit, ihrem Standort, ihrer Versorgung mit Nährstoffen, dem Zeitpunkt der Ernte und der Lagerungsart ab.

Die konzentrierten Kräuterzubereitungen werden in Form von Teemischungen, Pflanzentinkturen, Kräutertabletten, Kräuterkapseln und Sirupen verabreicht. Auch ätherische Öle kommen unterstützend zum Einsatz und finden Verwendung z.B. bei den manuellen Behandlungsmethoden oder der Atemtherapie. Wir arbeiten mit den Erkenntnissen der Wissenschaft, wenden aber auch Kräuter an, die aus der Erfahrungsheilkunde bekannt sind, wie z.B. Nusskreuzchen, Bärlapp usw. Auch können zum Beispiel mit Extrakten aus der Weidenrinde gute Ergebnisse bei der Behandlung von rheumatischen Beschwerden erzielt werden, die nicht allein mit dem Vorhandensein des wichtigsten Inhaltsstoffs Salicin (chemische Grundsubstanz der Acetylsalicylsäure) erklärt werden können. Darüber hinaus ist das Nebenwirkungsprofil des Weidenrindenextraktes deutlich geringer als das von Acetylsalicylsäure, welche als Aspirin® weltbekannt ist.

Vitalpilze verfügen über spezielle bioaktive Inhaltsstoffe, die gesundheitlich relevant und in der Natur einzigartig sind. Dies ermöglicht neue Therapieansätze bei unterschiedlichen Beschwerden.

Der Grund für die heilkräftigen Wirkungen von Vitalpilzen liegt in ihren natürlichen Umweltbedingungen: Ihr Lebensraum ist feucht und dunkel. Hier werden Pilze oft von Krankheiten befallen, die durch Bakterien oder andere Erreger ausgelöst werden. Überlebt haben vor allem die Pilzsorten, die sich gegen solche Erreger verteidigen konnten. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich in Vitalpilzen Inhaltsstoffe finden, die gegen Bakterien oder Pilzbefall gerichtet sind.

Diese Substanzen können auch bei Menschen wirksam sein, da sie das Immunsystem positiv beeinflussen und gute Effekte in der unterstützenden Behandlung chronischer Krankheiten haben.

Vitalpilze enthalten viele verschiedene wirksame Substanzen, besonders wichtig sind die Polysaccharide (Beta-D-Glukane) und weitere. Ausserdem enthalten Vitalpilze Triterpenoide mit ganoderischen Säuren, Peptide sowie Steroide (Ganosteron, Ergosterol), Proteine, Lipide und Phenole.

Es ist bisher noch nicht vollständig erforscht, welche dieser Inhaltsstoffe der Vitalpilze welche Stoffwechselvorgänge wie beeinflussen.

Sicher ist, dass Vitalpilze das Immunsystem auf mehreren Wegen aktivieren. Das ist nicht nur interessant für eine verbesserte Infektabwehr gegenüber Virusinfekten oder bakteriell bedingten Erkrankungen. Besonders wichtig ist ein gutes Abwehrsystem auch für Krebskranke: Während einer Bestrahlung oder Chemotherapie können die Polysaccharide der Vitalpilze dafür sorgen, dass die Zahl der weissen Blutkörperchen nicht so stark abfällt.

Der gezielte Einsatz von Vitalpilzen integrieren wir in ein Gesamtkonzept, meist bestehend aus Kräutern, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen (mykomolekulare Therapie).

Die orthomolekulare Therapie geht auf den amerikanischen Biochemiker, zweifachen Nobelpreisträger und «Vitamin-C-Papst» Linus Pauling (1901–1994) zurück, der den Begriff erstmals 1968 verwendete. Aufgrund seiner Forschungen war er davon überzeugt, dass durch die Einnahme hoher Dosen von Vitaminen die Gesundheit erhalten werden kann und Krankheiten verhütet werden.

Seit 1978 ist die orthomolekulare Therapie in Amerika als offizielles Therapieverfahren anerkannt.

1980 eröffnete der Schweizer Dr. Lothar Burgerstein in Rapperswil die erste Arztpraxis für orthomolekulare Medizin, 1982 publizierte er das erste deutschsprachige Lehrbuch zu dieser Methode. Seither hat sich die orthomolekulare Therapie auch in Europa etabliert, wobei schweizweit vor allem die Burgerstein-Präparate bekannt sind.

Viele biologische Substanzen wie zum Beispiel Vitamine, Mineralien, Spurenelemente oder Aminosäuren sind dafür zuständig, die biologischen Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Normalerweise werden diese Stoffe mit der Nahrung aufgenommen oder vom Körper selbst synthetisiert. Gemäss Untersuchungen an Lebensmitteln können wir jedoch davon ausgehen, dass es heute kaum mehr möglich ist, über die Nahrung diese Vitalstoffe aufzunehmen, weil die Lebensmittel aufgrund von unnatürlicher Züchtung, der Behandlung mittels Pestizide, Herbizide, Fungizide etc., den langen Transportwegen, der Lagerung und der Zubereitung nur noch einen Bruchteil der ursprünglich vorhandenen Wirkstoffe enthalten.

Ein Mangel an biologischen Substanzen kann zum Beispiel durch eine falsche oder einseitige Ernährung, Stress, Krankheiten, Medikamente, Schwangerschaft oder Umweltgifte verstärkt werden und hat gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge.

Die fehlenden Substanzen werden gezielt verabreicht, wobei die verschriebenen Dosierungen oft sehr hoch sind und somit nicht einem Multivitaminpräparat gleichgesetzt werden können. Um die individuellen Bedürfnisse zu ermitteln, arbeiten wir z.B. mit dem HCK-Fragebogen, respektive einer gezielten Anamnese mit Untersuchungsbefund.

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Beratende und übergeordnete Therapieformen

Hormone sind körpereigene Stoffe, die einen grossen Einfluss auf die Körperfunktion ausüben. Bei Mann und Frau sind diese Hormone ein wichtiges Steuerelement, das sich während des Alterungsprozesses verändert. Vor allem die Frau, deren Hormone sich über lange Jahre zyklisch verändern, ist durch die hormonelle Umstellung stark betroffen. Aber auch Kinder sind während ihrer Entwicklungsphasen auf ein gut funktionierendes Hormonsystem angewiesen. Mit einem Speichel-Hormon-Test (SHT) wird die aktuelle Hormonlage untersucht. Mit unterschiedlichen Massnahmen wie Ernährung, Stoffwechselregulationen, gezielte Anwendung von Heilpflanzen oder bioidentischen Hormonen, wird auf ein eventuelles Hormonungleichgewicht Einfluss genommen.  

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Die Diätetik (lateinisch diaita = Lebensweise) ist eine naturheilkundliche Praktik und umfasst alle Massnahmen, die im Sinne einer geregelten Lebensweise (=Lebensführung) zur Gesunderhaltung oder Heilung beitragen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden im Rahmen der Naturheilkundebewegung neue Ernährungskonzepte, wie zum Beispiel die «Bircher-Benner-Kost» des Schweizer Arztes Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867-1939) mit lebensfrischer Rohkost sowie die Vollwerternährung, die auf den deutschen Hygieniker und Mikrobiologen Werner Kollath (1892-1970) zurückgeht. Von Bircher-Benner stammt das Bircher-Müsli, das aus Obst, Kornmus und Milch besteht und noch heute sehr verbreitet ist.

Viele der naturheilkundlichen Ernährungsprinzipien wurden inzwischen in die moderne Ernährungswissenschaft integriert und finden sich zum Beispiel in den Empfehlungen zur Vollwerternährung wieder. Neben der Vollwerternährung gibt es zahlreiche andere Ernährungskonzepte und Diätformen, die bei einer naturheilkundlichen Behandlung angewendet werden können.

Grundlagen

Die naturheilkundlichen Praktiken basieren auf der Vorstellung, dass der menschliche Körper normalerweise über ausreichend Selbstheilungskräfte verfügt, um sich selbst gesund zu erhalten und im Krankheitsfall zu heilen. Eine ungesunde Lebensführung, wie zum Beispiel falsche Ernährung, Mangel an Bewegung, Schlaf und frischer Luft sowie körperliche oder seelische Belastungen, kann die Eigenregulation des Körpers stören und dadurch Krankheiten auslösen. Bei einer Behandlung mit naturheilkundlichen Praktiken stehen nicht die einzelnen Krankheitssymptome im Mittelpunkt, sondern es wird versucht, die Selbstheilungskräfte des Körpers auf natürlichem Weg anzuregen und zu unterstützen.

Sowohl alternative als auch konventionelle Gesundheitssysteme legen heute vermehrt Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Diese sollte überwiegend aus pflanzlichen, ballaststoffreichen Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte bestehen, das heisst einem guten Verhältnis von einerseits gesunden Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiss und andererseits Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Günstig ist diese Nährstoffdichte bei Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Zucker und Weissmehl hingegen enthalten nur «Leerkalorien».

Eine Ernährungsumstellung dient bei Gesunden vor allem der Erhaltung der Gesundheit. Bei vielen chronischen Erkrankungen kann eine gesunde Ernährung dazu beitragen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen. Zwingend notwendig ist das Einhalten von speziellen Diäten bei Krankheiten und Störungen, die durch die Ernährung beeinflussbar sind, wie zum Beispiel Diabetes oder ein erhöhter Cholesterinspiegel.

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Bei der Kneipp-Therapie handelt es sich um ein ganzheitliches Heilverfahren, das vor allem aus Wasseranwendungen, aber auch aus einer speziellen Ernährungslehre, Heilpflanzenkunde, Bewegungstherapie und einer sogenannten Ordnungstherapie besteht. Man spricht auch von den «fünf Säulen» der Kneipp-Therapie.

Sebastian Kneipp (1821-1897) hat im Rahmen seiner Tätigkeit als Pfarrer in Wörishofen im Unterallgäu ab 1855 ein vollständiges Behandlungssystem entwickelt, das heute nicht nur in Form der sogenannten Kneipp-Kuren, sondern auch als Mittel zur Selbsthilfe Verwendung findet. 1886 veröffentlichte er den therapeutischen Leitfaden «Meine Wasserkur», welches sich als Bestseller herausstellte. 1880 wurde in Wörishofen unter seiner Führung eine Badeanstalt errichtet. Die Stadt erhielt 1920 den Status eines Kurbads und ist heute Sitz des deutschen Kneipp-Bunds.

Für Kneipp waren die Menschen zu verweichlicht und schlecht abgehärtet. Deshalb zielt die Kneipp-Behandlung darauf ab, die dem Menschen angeborene «Naturkraft» zu stärken und seine Selbstheilungskräfte anzuregen. Kneipp ging davon aus, dass eine gesunde Lebensweise die wichtigste Voraussetzung für eine gute Gesundheit darstellt. Deshalb basiert die Kneipp-Therapie auf fünf Elementen oder fünf Säulen:

  • Wasser
  • Diätetik
  • Naturheilmittel
  • Bewegung
  • Lebensordnung

Wesentlicher Bestandteil der Kneipp-Therapie ist die Beeinflussung der Temperaturregulation des Körpers durch äussere Reize, das heisst durch warmes oder kaltes Wasser. Um eine gleichmässige Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, muss der Körper aktiv auf die Temperaturreize reagieren, zum Beispiel durch eine Veränderung der Durchblutung, des Herzschlags und der Atmung. Dies hat einen starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem, so dass durch die Reizsetzung auch innere Organe und andere Körperteile beeinflusst werden. Darüber hinaus trägt die Wasseranwendung zur Reinigung der Haut und zur Stärkung des Immunsystems bei. Die traditionelle Kneipptherapie kennt über 130 verschiedene Anwendungen.

Gesundes Wissen – Gesamtkonzept

Schlussfolgernd sind unsere naturheilkundlichen Behandlungsmethoden integrierender Bestandteil unseres Gesamtkonzeptes. An diesem halten wir nicht statisch fest, sondern reflektieren kontinuierlich unsere gemachten Erfahrungen und lassen neue Überlegungen und wissenschaftliche Erkenntnisse mit einfliessen. Somit integrieren wir in unsere naturheilkundlichen Behandlungsmethoden nachfolgende Überlegungen und Massnahmen:

Mit Einfluss auf die extrazelluläre Matrix, Gewebematrix, Grundsubstanz oder «Pischinger-Raum»

1) MANUELLE THERAPIEFORMEN

Mit direkter Einwirkung auf die Gewebematrix:

  • Methoden der Triggerpunkt- und Myoreflextherapie
  • verschiedene Techniken der Schröpftherapie
  • Lymphdrainage (um die Spannungsverhältnisse im Gewebe zu normalisieren und Schmerzen zu lindern)
  • verschiedene Techniken der Massage
  • spezifische physiotherapeutische Mobilisationen und Behandlungstechniken
  • viszerale Behandlungstechniken

Mit Einwirkung auf das Nervensystem zur besseren Signalübertragung (Kommunikation) innerhalb der Funktionskreisläufe; Gefässe – innere Organe – Gelenke und Knochen – Muskeln – Haut:

  • Reflexzonentherapie
  • Myoreflextherapie
  • verschiedene Techniken der Schröpftherapie
  • Atemtherapie (um das vegetative Nervensystem zu harmonisieren)
  • viszerale Behandlungstechniken

2) AB- UND AUSLEITUNGSVERFAHREN

um das Gewebe zu reinigen, zu entgiften zu entlasten, sowie das innere Milieu zu stärken:

  • Lymphdrainage (um die Selbstreinigung des Gewebes (Lymphsystem, Immunsystem) zu aktivieren)
  • verschiedene Techniken der Schröpftherapie
  • Baunscheidtieren
  • Egeltherapie
  • Rödern
  • Kneipp-Therapie / Hydrotherapie – Beratung (kann gut zu Hause angewendet und in den Alltag integriert werden. Stärkt die Selbstheilungskräfte, das Immunsystem, regt den Stoffwechsel und damit die natürliche Entgiftung an.)
  • Atemtherapie (um durch eine effizientere Atmung den Gasaustausch, sowie den Säure-Base-Haushalt zu optimieren und die körpereigene Entgiftung zu unterstützen)

3) ARZNEIMITTELTHERAPIE

Zur gezielten Unterstützung setzen wir hier je nach Schwerpunkt die Arzneimitteltherapie ein:

  • Phytotherpie
  • Mykotherapie
  • orthomolekulare Therapie
     

4) ERNÄHRUNG/DIÄTETIK/LEBENSFÜHRUNG

Ist wichtiger und integrierter Bestandteil sämtlicher Therapiemassnahmen um den Behandlungserfolg auch mittel- bis längerfristig zu sichern.

Um die Nährstoffzufuhr sicher zu stellen und zu optimieren, den Stoffwechsel zu aktivieren, die körpereigene Entgiftung anzuregen, sowie das innere Milieu und die Regeneration aufrechtzuerhalten. Dies kann dazu beitragen, den Behandlungserfolg mittel- bis längerfristig sicherzustellen:

  • Phytotherapie
  • Mykotherapie
  • orthomolekulare Therapie
  • Hormon-Regulation

Beratungstelefon

Vereinbaren Sie von Dienstag bis Samstag einen Rückruftermin (kostenpflichtig) unter
+41 71 891 18 10.

Kassenakzeptanz

Peter Hämmerle und Hanspeter Horsch sind kantonal approbierte Naturheilpraktiker. Sie sind beim Erfahrungsmedizinischen Register (EMR) angemeldet, sowie Mitglied des Naturärzteverbandes der Schweiz (NVS).

Die Kostenbeteiligung der Zusatzversicherungen Komplementärmedizin fällt je nach Versicherungsmodell individuell aus. Eine vorgängige Anfrage ist beim persönlichen Krankenversicherer zu tätigen und klärt somit die Kostenbeteiligung.

Wir verrechnen unsere erbrachten Leistungen (Beratung, Behandlung) mittels des aktuell gültigen Tarif 590 und des entsprechenden Formularstandards. Dort weisen wir, mittels der Tarif 590-Positionen, detailliert die erbrachte Therapieform/Behandlungsmethode und die Behandlungsdauer aus.

Gemäss dem Tarif 590 werden die erbrachten Leistungen pro 5 Minuten abgerechnet:

  • 5 Minuten pro registrierte Behandlungsmethode: CHF 13.–
  • 5 Minuten pro Anamnese/Erstgespräch/Diagnose, Untersuchung: CHF 11.–
  • Verbrauchsmaterial zur jeweiligen Behandlungsmethode: je nach Aufwand