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Malve

Malve (Chäslichrut) – reizmildernd, entzündungshemmend und wundheilend

In der Schweiz ist diese traditionelle Heilpflanze unter dem Volksnamen «Chäslichrut» bekannt. Die häufigsten einheimischen Malvenarten sind die Malva sylvestris (Wald-Malve, Wilde Malve, Grosses Chäslichrut) und die Malva neglecta (Weg-Malve, Kleines Chäslichrut). Die Tatsache, dass die Früchte der Malve einem flachen, runden Käselaib gleichen, haben wohl zu ihrem Namen geführt. Mit ihren ewiss bis rosa Blüten ist sie eine wahre Augenweide und auch bei Bienen sehr beliebt.

Man trifft sie vorwiegend an mageren Standorten an. Während die Art neglecta sehr klein ist und an Wegrändern gedeiht, finden wir die wesentlich stattlichere sylvestris auf Schuttflächen oder zwischen den Häusern eines Dorfes.

Die Malve zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen. Aufgrund ihrer vielen wertvollen Schleimstoffe in den Blüten wie auch den Blättern wird sie sehr geschätzt. Diese wirken reizmildernd, entzündungshemmend, schützen die Schleimhäute und beschleunigen die Wundheilung.

Die äusserliche Anwendung bei Ekzemen, anderen Hautausschlägen und Wunden ist sehr verbreitet. Bei empfindlichen Schleimhäuten empfiehlt sich das Gurgeln mit Tee. Innerlich kann das Chäslichrut in Teemischungen gegen Reizhusten und Magen-Darmkrankheiten verwendet werden. Die Blüten der Malva sylvestris in einer Hustentee-Mischung verleihen dem fertigen Tee eine intensive blaue Farbe.

  • Teezubereitung: Vier Teelöffel Chäslichrut in 1 Liter kaltem Wasser über Nacht anstellen und am Morgen absieben. Vor dem Gebrauch, sei es für Umschläge oder einen Tee, wird der Kaltauszug noch kurz aufgekocht.
  • Umschläge: Die frischen Blätter werden mit einem Wallholz gequetscht und auf die Wunden aufgelegt. Oder man taucht ein Haushaltpapier in die Teezubereitung und legt sie auf die betreffenden Hautstellen auf.