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Schwitzen

Übermässiges schwitzen

So wie ein Auto verfügt auch unser Körper über einen «Thermostat», der unsere Kerntemperatur auf 37° C einstellt. Vergleichbar mit einer Klimaanlage gibt die Haut durch die Verdunstung der Feuchtigkeit Wärme ab. Die Regelung dieser Wärme übernehmen das Zwischenhirn und die Schilddrüse. Dabei sind die Sensoren (Thermorezeptoren) auf der ganzen Körperoberfläche und im Körperinnern verteilt und melden die Messwerte an unser Gehirn (Zwischenhirn=Thermostat). Benötigen wir eine Abkühlung, treten die Schweissdrüsen in Aktion. Soll hingegen die Körpertemperatur heraufgesetzt werden, bekommen wir einen Schüttelfrost. Das Muskelzittern beim Schüttelfrost ist eine erhöhte Muskeltätigkeit, die Wärme erzeugt.

Obwohl wir Schwitzen manchmal als lästig und störend empfinden, dient es unserer Gesundheit, ja, ist sogar überlebenswichtig. Denn unsere Haut würde sonst austrocknen! Bakterien und Krankheitserreger fänden ungehindert Eintritt in unseren Körper und auch Giftstoffe und Stoffwechselschlacken könnten nicht ausgeschleust werden.

Jeder weiss, dass durch körperliche Arbeit oder intensive Bewegung der Schweiss gefördert wird. Oder denken wir an eine Prüfungssituation, eine Polizeikontrolle bei einem Fehlverhalten oder ganz einfach, wenn wir etwas Wichtiges vergessen haben. In solchen Fällen regelt das vegetative Nervensystem den Temperaturhaushalt unseres Körpers, was zu Schweissausbrüchen führt.

Auch bei einer Entzündung erhöht sich die Körpertemperatur (Fieber). Das Ziel ist hier, die wärmeempfindlichen Viren oder Bakterien zu vernichten. Weil wir, wie die Krankheitserreger, aus Eiweissen bestehen, darf die Temperatur nicht zu hoch ansteigen, sonst erleiden unsere eigenen Zellen Schaden. Deshalb wird beim Abklingen der Infektion die Körpertemperatur durch das Schwitzen wieder heruntergefahren.

Weiter können hormonelle Ursachen das Schwitzen fördern (z. B. während der Pubertät oder den Wechseljahren der Frau). Medikamente, Essstörungen, übermässiger Stress oder Stoffwechselstörungen beeinflussen die Schweissneigung ebenfalls negativ.

In den Wechseljahren helfen pflanzliche Mittel wie das Klimaktosol, das zudem den Schlaf und die Psyche unterstützt. Sind die Beschwerden jedoch zu gross, können mit einem Speichelhormontest die Hormonwerte ermittelt und ausgeglichen werden.

Besonders unangenehm ist das Schwitzen in Stresssituationen. Hier bestimmt man im Speichel das Stresshormon Kortisol. Weiter werden anhand eines Fragebogens die Bedürfnisse gewisser Nerven-Botenstoffe ermittelt, um diese mit Mikronährstoffen zu unterstützen. Da bei Stress die Nebennieren gestärkt werden müssen, startet man am besten mit den Ginseng-Kapseln oder -Tropfen.