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Shiitake

Shiitake – DER «CHINESISCHE CHAMPIGNON »

Mittlerweile erleben Pilze als Heilmittel ein eigentliches Comeback, und das zu Recht. Das «Geheimnis » hinter ihrem grossen Nutzen liegt in ihrer engen Verbundenheit mit den Pflanzen. Kurz gesagt: Die Pflanze dient als «Lieferant» von organischen Substanzen und der Pilz als «Chemielabor», in dem das Arzneimittel hergestellt wird.

Wie der Reishi holt sich auch der Shiitake (übersetzt: der duftende Pilz) die pflanzlichen Ausgangsstoffe aus abgestorbenem Holz, das gleichzeitig sein engster Lebensraum ist. Die Enzyme des Pilzes schlüsseln die Cellulose-Substanz des Holzes auf und setzen sie zu ganz neuen Wirkstoffen zusammen. Heute wissen wir viel mehr über diese komplexen Prozesse als vor 2000 Jahren, wo vermutlich die ersten Erfahrungen mit dem Shiitake als Heilpilz gesammelt wurden.

Der «chinesische Champignon» kommt vor allem in China und in Japan wild vor, bei uns kultiviert man ihn vornehmlich auf einem fertigen Substrat. Neben dem Champignon gehört er in unseren Breitengraden zu den beliebtesten Speisepilzen. Wer immer diesen leckeren Pilz in der Küche verarbeitet, sollte aber unbedingt auf eine Garzeit von mindestens 20 Minuten achten, damit die Mahlzeit nicht schwer aufliegt und seine wertvollen Inhaltsstoffe zur Wirkung kommen. Diese aktivieren das Immunsystem, regulieren den Cholesterinspiegel, den Blutdruck sowie das Darmklima.

In der aktuellen Corona-Zeit scheint es mir wichtig, den Fokus auf die Aktivierung des Immunsystems zu richten. Alle reden nur von einer «Impfung», die es so noch nicht gibt, aber die hilfreichen Möglichkeiten, mit Naturheilmitteln das Immunsystem zu stärken, sind kaum ein Thema. Der Shiitake enthält die Beta-Glucan-Fraktion Lentinan, welche die Immunabwehr wirksam unterstützt. Er stimuliert die Bildung bestimmter Antikörper und erhöht die Aktionsbereitschaft des Immunsystems. Schleimhautoberflächen werden durch Immunglobulin A (IgA) besser geschützt und eine raschere Abwehr eingedrungener Viren und Bakterien sorgt für stabile Verhältnisse.

Die Regulierung des Cholesterinstoffwechsels (mit Eritadenin) in der Leber garantiert eine stabile Gefässgesundheit, was sich auf den Blutdruck positiv auswirkt. Weniger «Mikroentzündungen » an den Gefässwänden verhindern schädliche Ablagerungen, die zu gefährlichen Infarktsituationen führen können.

Bei einer Fehlbesiedelung des Darmes mit Mikroorganismen wie Escherichia coli, Staphylococcus aureus, Enterococcus faecalis oder Candida albicans helfen die Inhaltsstoffe des Shiitake, diese schädlichen Keime zu eliminieren. Damit sind die nützlichen Bakterien in der Lage, sich ungehindert auszubreiten, und tragen ihrerseits zu einem einsatzbereiten Immunsystem bei. Als ideale Kombination zu einer Shiitake-Pilz-Kur gehören eine angepasste Menge von Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Fischöl) und Vitamin D3.