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Sonnentau

Sonnentau – heimtückische Schönheit

Wie Morgentau glänzen die klaren Tröpfchen auf dem zierlichen Gewächs namens Sonnentau. Doch das klebrige Sekret auf den Härchen der Blattränder entpuppt sich als Todesfalle. Kaum landen Insekten auf der Pflanze, um den vermeintlichen Nektar zu kosten, werden sie von ihr eingeschlossen und verdaut. Ohne diese tierische Eiweisszufuhr könnte der Sonnentau, der in nährstoffarmen Gebieten wie Hochmooren gedeiht, gar nicht überleben.

Leider ist diese fleischfressende Heilpflanze durch die Zerstörung vieler Moore ziemlich selten geworden. Aus diesem Grund steht sie in vielen Ländern Europas unter Naturschutz. Ersatz lässt sich in Afrika finden, wo eine andere Sonnentauart häufig vorkommt.

Die enthaltenen Naphtochinone werden neben verschiedenen natürlichen Antioxidantien, Schleimstoffen und eiweisslösenden Enzymen als Hauptwirkstoffe betrachtet. Sie wirken entkrampfend auf die Bronchien, entzündungswidrig und antibiotisch. Die allgemeinen Indikationsrichtungen sind somit krampfhafte, entzündliche Bronchialprobleme wie Keuchhusten, Reiz- und Krampfhusten, Asthma oder Bronchitis.

Vermutlich ist die dunkle Verfärbung des Urins auf die Naphtochinone zurückzuführen. Eine weitere Verwendung stellt die Behandlung von Wunden dar, die vor allem in der Volksheilkunde praktiziert wird.

Ein Rezeptvorschlag aus Frischpflanzentinkturen gegen Reiz-Krampfhusten:

  • 30 ml Sonnentautinktur
  • 40 ml Spitzwegerichtinktur
  • 30 ml Pestwurztinktur

Von dieser Mischung täglich mehrmals 20 Tropfen in etwas Wasser oder warmem Tee einnehmen.