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Stimmungstief

Stimmungstief – was tun?

Unsere Stimmung ist ein Wert, der sich nicht messen lässt. Wir können aber selber unsere Verfassung spüren und kommunizieren. Woher kommt dieses Auf und Ab unserer Gefühle?

Bei vielen ist es das Wetter, die Jahreszeit oder einfach der Morgenblues. Zweifellos gibt es auch handfestere Gründe für eine Missstimmung: ein belastetes Arbeitsklima, eine traurige Familiengeschichte etc.

Schauen wir etwas genauer hin, fallen uns jene Menschen auf, die über längere Zeit mit ihrer Psyche zu kämpfen haben. In solchen Fällen reden wir eher von einer depressiven Verstimmung oder einer endogenen Depression. Es geht mir jedoch nicht um Fachbegriffe, sondern ich möchte einige Möglichkeiten aufzeigen, die sich in der Praxis bewährt haben.

Aufgrund des Monatszyklus sind in erster Linie Frauen hormonellen Schwankungen unterworfen. Mittels eines Hormonspeicheltests kann man den aktuellen Hormonstatus ermitteln. Übrigens kennen auch Männer solche Probleme, sobald mit zunehmendem Alter ihr Testosteronspiegel sinkt.

Nicht nur die Sexualhormone wirken auf unsere Stimmung, sondern auch die sogenannten Neurobotenstoffe, die ebenfalls zu den Hormonen gezählt werden. Diese brauchen wir dringend, um die täglichen «Reize» zu verarbeiten, die uns teilweise buchstäblich überfluten. Solche Reize werden unterschiedlich wahrgenommen. Feinfühlige Menschen sind für viel mehr Reize empfänglich, und wenn ihnen die entsprechende Menge an Botenstoffen fehlt, reagiert ihre Seele mit mannigfaltigen Symptomen. Die Mangelsituation kann mit einem Fragebogen abgeklärt werden. Die benötigten Aminosäuren und Mikronährstoffe werden dann mit einer angepassten Mischung ergänzt.

Heilpflanzen wie beispielsweise Johanniskraut, Rosenwurz und Hopfen sind wichtige Partner bei psychischen Problemen. Aber Vorsicht, wenn bereits synthetische Antidepressiva im Einsatz sind. In einem solchen Fall müssen die natürlichen Massnahmen mit einem Therapeuten abgesprochen werden.

Bezüglich Ernährung ist mir aufgefallen, welch grossen Einfluss der Zucker und verschiedene Weissmehlprodukte haben. Vielleicht besteht bereits ein «Reizdarmproblem » und man weiss, dass gewisse Nahrungsmittelgruppen eine grosse Rolle spielen. In einem solchen Fall heisst es zu verzichten, denn ein schwankender Blutzucker und eine schwierige Darmsituation können unter Umständen unsere Stimmung stark beeinträchtigen.

Vergessen Sie die tägliche Bewegung nicht! Sie bringt nicht nur unseren Körper in Schwung, sondern wirkt sich auch positiv auf die Stimmung aus. Auch wenn uns gar nicht danach zumute ist – nach einem kurzen Spaziergang oder Lauf an der frischen Luft sieht die Welt oft viel heiterer aus!