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Heuschnupfen

HEUSCHNUPFEN UND CO. – Hochsaison für triefende Nasen und tränende Augen

Im Westen leidet etwa jeder Fünfte bis Zehnte unter einer Allergie, Heuschnupfen kommt am häufigsten vor. Schon im Altertum kannte man Allergien. Hippokrates schreibt über Zeitgenossen, die dem Käse «feindlich gesinnt waren». Ein römischer Kardinal im 16. Jh. war zu keiner Audienz bereit, wenn die Besucher mit einem Rosenstrauss erschienen. Seine Ärzte diagnostizierten bei ihm das «Rosenfieber». Besonders tragisch entwickelte sich ein Bankett des englischen Königs Richard III. Beim Essen frischer Erdbeeren bekam er einen fürchterlichen Ausschlag am ganzen Körper und meinte, er sei vergiftet worden. Kurzerhand liess er einen verdächtigen Tischgesellen hinrichten. Stunden später klangen die Symptome wieder gänzlich ab.

Eine Allergie ist eine «unangemessene, gesteigerte Reaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Substanzen». In der Schweiz stellte man in den letzten siebzig Jahren eine Zunahme von 10 % fest. Körperfremde Stoffe, sogenannte Allergene, können zu einer Allergie führen (durch Nahrungsmittel, Kosmetik, Insekten, Pflanzen [auch Pilze], Haustiere, Staubpartikel, Chemikalien, Medikamente). Beim Heuschnupfen dringen Pollenkörner über Atemwege und Augen in den Körper ein, was sogenannte Antigene mobilisiert, die eine Entzündung auslösen. Typische Symptome sind Niesanfälle, triefende Nase, juckende und tränende Augen mit Rötungen und Schwellungen. Erbliche Faktoren spielen dabei eine Rolle, aber auch Stress und die Umweltbelastung.

Leider ist es nicht immer möglich, dem Allergen aus dem Weg zu gehen, z. B. bei Stauballergikern. Viele Allergiepatienten nehmen deshalb chemische Mittel wie Antihistaminica oder Cortisonpräparate ein. In der Naturheilkunde sucht man nach alternativen Lösungen. So weist insbesondere das Helmkraut, dessen Hauptwirkstoff im Scutallerg-Spray enthalten ist, eine deutliche antiallergische Wirkung auf. Linderung verschafft auch der Rhinosol-Nasenspray. Weitere Massnahmen sind: genug trinken, Haut und Schleimhäute schützen (z. B. Sonnenbrille) und sich während den Extremzeiten in geschützten Räumen aufhalten.