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Angina

Angina – und was der Darm damit zu tun hat

Leiden Sie unter starken Halsschmerzen und Schluckbeschwerden? Fühlen Sie sich krank und abgeschlagen? Haben Sie Fieber? Diese Symptome könnten auf eine Angina (sprich: Mandelentzündung) hindeuten. Durch das Anschwellen der Gaumenmandeln wird es eng im Hals, deshalb die Bezeichnung Angina (= Enge). In den meisten Fällen haben sich Bakterien auf dem Mandelgewebe breitgemacht, viel seltener werden die Beschwerden durch Viren verursacht.

Die Mandeln, eigentlich Lymphknoten, weisen ein Heer von Abwehrzellen gegen krank machende Keime auf und halten so unsere Nahrung und alles, was wir schlucken, unter Kontrolle. Wenn sich nun dieser Infektions- Checkpoint entzündet, wirkt sich das negativ auf das Immunsystem aus. Hier ist ein Antibiotikum kein Heilmittel, sondern nur ein «Befreiungsschlag». In gewissen Fällen muss man jedoch mit einer Antibiotika- Behandlung reagieren. Ist die grösste Gefahr gebannt, geht in der Naturheilkunde die Therapie erst los.

Eine Anmerkung bezüglich der Akutsituation: Wenn der Infekt nicht alarmierend ist, helfen kühle Umschläge mit Quark oder Heilerde in Kombination mit einem Präparat, das Meerrettich und Kapuzinerkresse enthält (z. B. Angosol- oder Angocin-Tabletten), dazu viel warmen Erkältungstee trinken.

Häufig leiden Patienten mit Angina an hohem Fieber, was unbedingt Bettruhe erfordert. Dabei sorgen fiebersenkende Teemischungen mit Mädesüss oder Weidenrinde, Holunderblüten und Lindenblüten in Kombination mit Wadenwickeln (mit kaltem Essigwasser) für Linderung. Wie immer vor Wasseranwendungen muss der Kranke warm haben. Das Zimmer sollte gut durchlüftet, aber nicht kalt sein.

Klingen die schlimmsten Symptome langsam ab und fühlt sich der Patient wieder etwas besser, sollten einige Fragen geklärt werden. Oft tritt eine Mandelentzündung nicht zum ersten Mal auf. Deshalb ist es wichtig, sich auch mit dem Darm zu beschäftigen. Vor allem nach mehreren Behandlungen mit Antibiotika empfiehlt es sich, den Darm mit ganz bestimmten Bakterien «aufzuforsten». Gemeint ist die sogenannte Symbioflor-Therapie. Nachdem die Anfälligkeit für Mandelentzündungen zurückgegangen ist, wird die Darmtätigkeit weiter beobachtet. Ziel muss sein, dass sich der Darm 6–7 Mal pro Woche mit geformtem Stuhl entleert und auch Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl ausbleiben. Ein altes Hausmittel besteht in der täglichen Einnahme von rohem Sauerkraut und ausreichend Faserstoffen durch Leinsamen, Flohsamenschalen oder Ähnlichem.

Falls Ihre Mandeln dazu neigen, eitrige «Knollen» zu bilden, sollten diese immer wieder entfernt werden. Es braucht etwas Geschick, diese lästigen Entzündungsherde mit dem Finger wegzumachen. Wer diese Technik nicht beherrscht, kann auch regelmässig bei einem Heilpraktiker die Mandeln absaugen lassen, sofern er dieses Röderverfahren anbietet.
 

Akutbehandlung:

  • 3 x 5 Angosol-Tabletten nach dem Essen
  • 1–2 Liter Erkältungstee pro Tag

Nachbehandlung und Vorbeugung:

  • 3 x 2–3 Angosol-Tabletten nach dem Essen
  • 1–2 Sachet Biotics G 30 Min. vor dem Frühstück in ca. 100 ml lauwarmes Wasser geben, eine Minute stehen lassen und trinken
  • täglich 1–2 Liter Magen-Darmtee oder Erkältungstee