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Husten

HUSTEN – ein Symptom, keine Krankheit

Wer ins klassische Konzert geht, kennt das: Kaum ist es still geworden, beginnt das Hustenkonzert – statt Beethovens Mondscheinsonate! Das stört – nicht nur, wenn das Handy klingelt!

Erst einmal muss klargestellt werden, dass es sich bei Husten um keine Krankheit, sondern um ein Symptom, einen Hinweis auf eine noch unbekannte Ursache handelt. Möchte man also etwas gegen Husten unternehmen, sollte man zuerst der Sache auf den Grund gehen. Der Hustenreiz ist ein wichtiger Reflex, der ohne unser Dazutun losgeht, sobald wir uns verschlucken. Wird dieser Schutzreflex als Ursache ausgeschlossen, muss man nach anderen Auslösern suchen. Die Anwendung eines Hustenstillers ist zwar bequem, dient aber nur der kurzfristigen Symptombehandlung, obwohl dies in gewissen Situationen durchaus seine Berechtigung hat.

Welche Gründe können einen Husten hervorrufen? Am häufigsten damit in Verbindung steht eine Entzündung (durch Bakterien, Viren oder Pilze), auch eine Reizung durch Magensäure. Gar nicht so selten liegt ein hormoneller Mangel vor, ebenso gibt es nervöse Auslöser. Damit habe ich nur die bekanntesten Ursachen aufgezählt. Eine wirklich hartnäckige Problematik sollte auf jeden Fall mit dem Hausarzt besprochen werden.

Entzündungen treten häufig in Zusammenhang mit Erkältungen (Halsweh, Schnupfen) auf. Den Husten sollte man tagsüber mit Schleimlösern und entzündungswidrigen Kräutern zu lösen versuchen. Nachts schafft ein Hustenstiller Abhilfe. Schleimlösend wirken vor allem Präparate mit der Wurzel von Schlüsselblumen und Extrakte des Efeublattes. Auch Thymian und Spitzwegerich gehören dazu, weil sie die Entzündung eindämmen. Gegen lästigen Hustenreiz eignet sich eine Mischung aus Sonnentau und Pestwurz. Gerade beim verschleimten Husten ist es wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen (mindestens 1,5–2 Liter pro Tag). So kann sich der Schleim ausreichend verflüssigen und somit besser abtransportiert werden. Ausserdem sollten Faktoren, die die Bronchialschleimhaut schädigen, nach Möglichkeit gemieden werden. Hierzu zählen: Zigarettenrauch und – besonders während den Wintermonaten – zu trockene Luft und überheizte Räume.

Wenn die Magensäure hochkommt, vor allem nachts, spricht man von einem Reflux. Hier ist es ratsam, erst einmal die Höhe des Bettes auf der Kopfseite um ca. 10–20 cm zu verstellen. Trinken Sie abends einen Teelöffel Basenpulver, in etwas Wasser eingerührt. Morgens empfiehlt sich die Einnahme eines Esslöffels Leinsamen, die über Nacht in Wasser aufquellen konnten. Der entstehende Schleim legt sich so schützend über die gereizten Schleimhäute.

Hormonelle Defizite des Estriols (Östriols) werden nach genauer Abklärung durch einen Speicheltest ausgeglichen. Bei den nervösen Ursachen gibt es leider keine natürliche Soforthilfe, da ein individuelles Gespräch unbedingt vorausgehen muss.