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Wermut

WERMUT – Verdauungsprobleme nach den Festtagen? Dagegen ist ein Kraut gewachsen.

Wermut steht als Synonym für Bitterkeit. Ausdrücke wie Wermutstropfen oder biblische Bezüge, wie Klagelieder 3,15: «Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt und mit Wermut getränkt», erinnern uns an seinen bitteren Geschmack.

Neben den Bitterstoffen enthält diese Heilpflanze noch ätherische Öle. Wegen des hohen Thujongehalts im ätherischen Öl wird dieses Öl kaum angewendet. Thujon ist ein Nervengift und schädigt das Zentralnervensystem. Das ist auch der Grund, weshalb Wermutzubereitungen nicht über zu lange Zeiträume eingesetzt werden sollen. Natürlich ist es zusätzlich eine Frage der Dosierung, die man auf keinen Fall zu hoch ansetzen sollte, da bereits geringe Mengen eine gute Wirkung zeigen.

Bei einer Unterfunktion der Verdauungsdrüsen des Magens, der Bauchspeicheldrüse und des Leber-Galle-Systems wirkt Wermut ausgezeichnet. Solche Unterfunktionen zeigen sich durch Völlegefühl, Blähungen, Appetitlosigkeit und leichter Übelkeit nach dem Essen. In der Regel kommen solche Störungen bei Personen mit tiefen Blutdruckwerten und labiler Stimmungslage vor. Durch die Schaffung eines besseren Darmklimas und die verbesserte Ausnutzung der Nahrung fühlen sich die Patienten nach einer vierwöchigen Kur viel wohler. Eine Wermutkur wird auch nach einem grippalen Infekt, einer Operation, allgemeiner Schwäche oder nach der Einnahme starker Medikamente empfohlen. Der Wermut wirkt durch die «Darmsanierung» ebenfalls stärkend auf das Immunsystem, das ja bekanntlich zu einem Grossteil im Verdauungstrakt sitzt.

  • Teezubereitung: 1 Teelöffel Kraut pro Tasse mit kochendem Wasser übergiessen und 3–5 Minuten ziehen lassen. Absieben und ½ Stunde vor den Mahlzeiten schluckweise trinken. Dabei ist es wichtig, dass man den Tee vor dem Schlucken einige Sekunden im Mund behält, damit die Bitterstoffe bereits im Mund aufgenommen werden können.
  • Tinktur: Getrocknetes Wermutkraut wird locker in ein Konfitürenglas gefüllt und mit einem 40–60%igem Branntwein übergossen. Nach sechs Tagen wird das Ganze durch ein Haushaltpapier abgesiebt. Von der fertigen Tinktur nimmt man vor der Mahlzeit 10–20 Tropfen in etwas Wasser.